Glossar
Machen Sie sich schlau

In unserem Glossar finden Sie die Erklärungen einiger wichtiger Fachbegriffe. Weitere Definitionen finden Sie auch in unseren Vertragsdokumenten. Wenn Ihnen einzelne Begriffe unklar sind, melden Sie sich bitte. Ihr Input ist wichtig, damit wir das Glossar mit Ihrer Hilfe nach und nach ergänzen.

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) sind vorformulierte Vertragsbedingungen, die eine Geschäftspartei der anderen bei Vertragsabschluss stellt. Sie dienen der Vereinfachung von Vertragsschließungen und Geschäftsabwicklungen. Die Inhalte der AGBs sind innerhalb der verschiedenen Vertragsformen gesetzlich vorbestimmt. So werden die vertraglichen Details nicht auf einen konkreten Fall angepasst. Stattdessen gelten die gleichen Bedingungen für alle Vertragspartner.

Angebotsfrist

Das Angebot der Nachrangdarlehen endet mit Ablauf der auf der Plattform veröffentlichten Angebotsfrist. Die Angebotsfrist kann nach billigem Ermessen des Darlehensnehmers verlängert, verkürzt, unterbrochen oder ausgesetzt werden und endet spätestens mit Vollplatzierung.

Anlegerexploration

Nach § 16 Absatz 2 der Finanzanlagenvermittlerverordnung (FinVermV) sind FinanzanlagenvermittlerInnen und damit auch Crowdinvesting-Plattformen (Rechtsbegriff: Internet-Dienstleistungs-Plattformen) gesetzlich verpflichtet, Kenntnisse und Erfahrungen der AnlegerInnen in Bezug auf Geschäfte mit bestimmten Arten von Finanzanlagen einzuholen, soweit diese Informationen erforderlich sind, um die Angemessenheit der Finanzanlage für die AnlegerInnen beurteilen zu können.

Auflösende Bedingung

Die Wirksamkeit des Nachrangdarlehensvertrags ist dadurch auflösend bedingt, dass den DarlehensnehmerInnen unter Berücksichtigung etwaig erklärter Widerrufe oder Kündigungen zum Ablauf eines vorher definierten Zeitraumes Nachrangdarlehen in einem Minimum-Gesamtbetrag gewährt worden sind. Bei Eintritt der auflösenden Bedingung werden DarlehensgeberInnen hierüber unverzüglich per E-Mail unterrichtet und der jeweils geleistete Geldbetrag ohne Abzüge an die DarlehensgeberInnen zurücküberwiesen.

Business Angels (BA)

Business Angels unterstützen Gründer von Start-ups in einer sehr frühen Phase der Gründung sowohl in finanzieller als auch in beratender Funktion. Es handelt sich dabei in der Regel um erfahrene UnternehmerInnen, die ihre Erfahrungen weitergeben und gleichzeitig Startkapital zur Verfügung stellen.

Corporate Social Responsibility (CSR)

Corporate Social Responsibilty (CSR) beschreibt das freiwillige Wahrnehmen gesellschaftlicher Verantwortung durch Unternehmen, die über die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen hinausgeht. Diese Verantwortung erstreckt sich auf nachhaltige wirtschaftliche, ökologische und soziale Zusammenhänge - also auf Mensch, Gesellschaft und Umwelt. Das Einbinden von SDG (siehe Sustainable Development Goals) kann einen Baustein der CSR-Maßnahmen bilden.

Erfahren Sie hier mehr über unser Verständnis von CSR.

Crowdfunding

Crowdfunding, die sogenannte Schwarmfinanzierung durch viele AnlegerInnen, ist in Deutschland seit 2010 eine beliebte Form der Finanzierung. Wir unterscheiden dabei vier Arten:

Crowdinvesting
Hier geht es um die Anlage in ein Unternehmen in Form einer eigenkapitalähnlichen Beteiligung mithilfe einer Internet-Dienstleistungsplattform. Sie erfolgt häufig in Form eines nachrangigen Darlehens. Dafür wird entsprechend eine Rendite bei der Rückzahlung erwartet. Aufgrund der Kapitalform wird hier auch von "equity-based Crowdfunding" gesprochen.

Klassisches Crowdfunding
Auf diesem Weg werden häufig neue Produkte eingeführt, beliebt ist diese Form auch für künstlerisch-soziale Projekte. Als Gegenleistung für die Beteiligung gibt es ein Dankeschön für die AnlegerInnen, dessen Wert an die Höhe des Investments gekoppelt ist. Das kann das Produkt zu einem Vorzugspreis sein oder aber auch ein passender Merchandisingartikel. Deshalb spricht man hier auch von "reward-based Crowdfunding."

Spenden-Crowdfunding
Hierbei handelt es sich um spendenbasierte Finanzierungen, für die keine Gegenleistung erfolgt. Ein anderer Ausdruck für diese Art ist "donation-based Crowdfunding".

Crowdlending
Beim Crowdlending – auch „lending-based Crowdfunding“ genannt - stellen die Investoren Fremdkapital im Prinzip als Kredit zur Verfügung. Um Gegenzug wird eine verzinste Rückzahlung vereinbart.

Auf crowdfunding.de finden Sie weitere Hintergrundinformationen zu diesem Thema.

Crowdinvesting

Crowdinvesting (dt. Schwarmfinanzierung) bezeichnet eine Form der Finanzierung, bei der mithilfe einer Internet-Dienstleistungsplattform - sogenannten "Crowdinvestment-Plattform" - Kapitalsuchende und KapitalgeberInnen zusammengeführt werden. Siehe auch: Crowdfunding

Emission

Kapitalbeschaffung einer Gesellschaft durch die Ausgabe von Wertpapieren oder Vermögensanlagen auf dem Kapitalmarkt.

Emittent/Emittentin

Eine Gesellschaft, die Wertpapiere oder Vermögensanlagen auf dem Kapitalmarkt ausgibt.

Fernabsatzinformationen

Fernabsatzverträge sind Verträge, bei denen der Unternehmer oder eine in seinem Namen oder Auftrag handelnde Person und der Verbraucher für die Vertragsverhandlungen und den Vertragsschluss ausschließlich Fernkommunikationsmittel (z. B. Telefon, Telefax, E-Mail) verwenden, es sei denn, dass der Vertragsschluss nicht im Rahmen eines für den Fernabsatz organisierten Vertriebs- oder Dienstleistungssystems erfolgt.

Gesamtrückzahlungsbetrag

Der Gesamtrückzahlungsbetrag beschreibt die Summe, die AnlegerInnen nach Ablauf ihrer Anlage ausgezahlt bekommen. Sie beinhaltet das eingesetzte Kapital zuzüglich der während der Laufzeit erworbenen Zinsen. Der Zeitpunkt der Auszahlung richtet sich nach der Zinsperiode.

Gesellschaftsvertrag

Der Gesellschaftsvertrag (auch „Satzung“ genannt) stellt die wesentliche Grundlage für die Gesellschaft dar. Prinzipien wie Name und Sitz, Ziel, Organe und Aufgaben (Geschäftsführung, Vorstand), Struktur usw. werden im Gesellschaftsvertrag niedergelegt.

Initial Public Offering (IPO)

Börsengang eines Unternehmens.

Internet-Dienstleistungsplattform

§ 2a des Vermögensanlagengesetzes (VermAnlG) definiert die Vermittlung einer Vermögensanlage im Rahmen der Schwarmfinanzierung (Crowdinvesting) als eine Internet-Dienstleistungsplattform. Durch diese Definition ist Innovestment - bis zu einer bestimmten Höhe der Vermögensanlage - von der Pflicht, einen Verkaufsprospekt zu erstellen und zu veröffentlichen, befreit. Stattdessen erstellen wir ein Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB), dessen Veröffentlichung wir uns von der BaFin genehmigen lassen.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Der Begriff KMU fasst Kleinstunternehmen, kleine und mittlere Unternehmen zusammen. Gemäß der Empfehlung der EU-Kommission gelten Unternehmen als KMU, wenn sie weniger als 250 MitarbeiterInnen beschäftigen und einen Jahresumsatz unter 50 Mio. Euro bzw. eine Bilanzsumme unter 43 Mio. Euro erwirtschaften.

Mergers & Acquisitions (M&A)

Der Ausdruck beschreibt Transaktionen im Unternehmensbereich. Merger (engl. to merge: verschmelzen) beschreibt dabei eine Fusion, Acquisitions (engl. to acquire: kaufen, übernehmen) hingegen den Erwerb eines Unternehmens oder bestimmter Bereiche des Unternehmens.

Mezzanine

Als Mezzaninekapital oder -finanzierungen versteht man Finanzierungsarten, die eine Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital darstellen. Unternehmen können durch Mezzaninekapital ihre Eigenkapitalbasis verbessern, ohne (sofort) Gesellschaftsanteile abgeben zu müssen. Zu den Instrumenten gehören zum Beispiel Nachrangdarlehen, stille Beteiligungen und Genussrechte.


 

Nachrangdarlehen

„Bei Nachrangdarlehen handelt es sich wie bei stillen Beteiligungen und Genussrechten um eine Form von mezzaninem Kapital. Der Anleger ist Kreditgeber und gewährt dem Unternehmen – wie bei einem gewöhnlichen Darlehen auch – einen Geldbetrag zur zeitlich befristeten Nutzung. Der Anspruch des Anlegers auf Rückzahlung des Darlehens unterliegt dabei einem Nachrang gegenüber sonstigen Gläubigern des Unternehmens."

Quelle: https://wss-redpoint.com/crowdinvesting-teil-vii-partiarische-nachrangdarlehen

Private Placement

Ein Private Placement ist eine Finanzierung, die nicht am Kapitalmarkt, sondern exklusiv direkt bei einem ausgesuchten Kreis von AnlegerInnen platziert wird. Es gibt also kein öffentliches Angebot.  Wenn nicht mehr als 20 Anteile angeboten werden und die Höhe der Vermögensanlage pro AnlegerIn mindestens 200.000 Euro beträgt, ist das Private Placement von der Prospektpflicht gemäß Wertpapierprospektgesetz (WpPG) und EU-Prospektverordnung befreit.

Qualifizierter Nachrang

Bei einem Nachrangdarlehen mit qualifiziertem Rangrücktritt treten die DarlehensgeberInnen in einer Insolvenz sowie bei einer Liquidation des Darlehensnehmers mit sämtlichen Forderungen aus oder im Zusammenhang mit dem Darlehensvertrag (insbesondere mit seinen Ansprüchen auf Tilgung, Verzinsung und auch Kosten) im Rang hinter sämtlichen Forderungen von gegenwärtigen und von zukünftigen anderen GläubigerInnen des Darlehensnehmers zurück (mit Ausnahme von anderen nachrangigen oder gleichrangigen GläubigerInnen).

Special Purpose Vehicle (SPV)

Von 2015 bis 2017 wurden die partiarischen Nachrangdarlehen bei Innovestment in einer eigens für das jeweilige Unternehmen gegründeten Zweckgesellschaft - Special Purpose Vehicle (SPV) - gepoolt. Ziel waren die bessere Anschlussfinanzierbarkeit des Unternehmens und die vereinfachten Investorenbetreuung. Die SPV beteiligte sich nach erfolgreicher Finanzierungsrunde als eigenständiger Gesellschafter am Unternehmen, indem sie den gebündelten Investitionsbetrag über eine Kapitalerhöhung in das zu finanzierende Unternehmen einbrachte. Mit dem Modell nahm Innovestment eine Vorreiterrolle beim Crowdinvesting ein.

Start-ups

Start-ups sind gerade gegründete oder junge Unternehmen mit einer innovativen, neuartigen Geschäftsidee und einem erkennbaren Wachstumspotenzial.

Sustainable Development Goals (SDG)

Unter Sustainable Development Goals (SDG) versteht man 17 unterschiedliche Ziele für nachhaltige Entwicklung. Sie wurden von den Vereinten Nationen im Rahmen der Agenda 2030 ins Leben gerufen und decken ein breites Spektrum an globalen Nachhaltigkeitsthemen wie Klimawandel, Innovation und soziale Gleichberechtigung ab. Ihre Umsetzung adressiert ausdrücklich die Zielgruppen Regierungen, Wirtschaftsunternehmen und die Zivilgesellschaft. Ziele sind die Bekämpfung der weltweiten Armut und die Chance auf ein würdevolles Leben für alle Menschen. Das Einbinden von SDG kann einen Baustein der CSR-Maßnahmen bilden.

Treuhänder

Ein Treuhänder nimmt stellvertretend für einen Auftragsgeber bestimmte zugewiesene Aufgaben wahr. Im Falle von Innovestment verwaltet er die eingehenden Gelder der AnlegerInnen. Dabei hat er alleinigen Zugang zu dem Konto (siehe auch Treuhandkonto) und verwaltet sämtliche Zahlungen. Das Vorgehen dient der Absicherung und dem Schutz aller beteiligten Parteien.

Treuhandkonto

Bei einem Treuhandkonto verwaltet der Kontoinhaber das Vermögen einer anderen Person. Der Eigentümer des Vermögens verliert jedoch seine Rechte daran nicht. Der Kontoinhaber ist zugleich der Treuhänder: Er hat als einzige Person Zugriff auf das Konto, ist jedoch nicht Eigentümer des eingezahlten Geldes. Er haftet darüber hinaus für das zurückgelegte Vermögen.

Venture Capital (VC)

Venture Capital - auch “Risikokapital” genannt -  wird zur Finanzierung Start-up-Unternehmen und kleinen Unternehmen mit langfristigem Wachstumspotenzial genutzt. Das Kapital kommt in der Regel von wohlhabenden Investoren, sogenannten “Business Angels”, Investmentbanken und anderen Finanzinstituten. Venture Capital wird häufig nicht nur in Form von Geld, sondern auch in Form von technischem oder betriebswirtschaftlichem Fachwissen bereitgestellt.

Vermögensanlagen

Vermögensanlagen sind Vehikel zur Geldanlage wie Nachrangdarlehen, partiarische Darlehen, stille Beteiligungen, Treuhandvermögensanteile, Genussrechte und Namensschuldverschreibungen. Andere Anlagemöglichkeiten wie beispielsweise Wertpapiere, Fonds, ETF oder Lebensversicherungen gehören nicht zu Vermögensanlagen.

Vermögensanlagen werden im Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) geregelt.

Eine ausführliche Beschreibung finden Sie auf der Seite der BaFin.

Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB)

Das Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB) ist ein 3-seitiges, gesetzlich vorgeschriebenes Dokument, das bei allen öffentlichen Investmentangeboten, die über eine Internet-Dienstleistungsplattform vermittelt werden, erstellt und bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hinterlegt wird. Mithilfe des VIBs sollen AnlegerInnen über die wesentlichen Eigenschaften und Risiken der Vermögensanlage informiert werden. Zudem ermöglicht das standardisierte VIB eine bessere Vergleichbarkeit zwischen den verschiedenen Vermögensanlagen.

Zinsperiode

Die Zinsperiode definiert, in welchem Turnus die Zinsen an DarlehensgeberInnen ausgezahlt werden. Gängige Zinsperioden sind quartalsweise, halbjährlich, jährlich oder endfällig, also zum Ende des Darlehensvertrags. Wir führen die Zinsperioden in unseren Anlagemöglichkeiten auf. Wenn Sie bereits bei Innovestment angelegt haben, können Sie die Zinsperioden außerdem in Ihrem Anlagekonto nachlesen.

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bhp