Magazin

Impact Investing - Nachhaltige Finanzen neu denken
Schwerpunktthema

27.05.2020
Impact Investing und nachhaltige Geldanlagen erfreuen sich starker Nachfrage.

 

Die Finanzbranche erlebt eine längst überfällige Erneuerung. Nachhaltige Geldanlagen sind im Aufschwung begriffen und werden von privaten wie professionellen Investoren verstärkt nachgefragt. Einige klassische Finanzakteure sind noch skeptisch, da sie Einbußen ihrer Rendite fürchten. Dabei ist diese Furcht unbegründet, denn Impact Investing und Rendite schließen sich nicht aus, wie diverse Studien zeigen.

Was ist Impact Investing?

Als Impact Investing (zu Deutsch: wirkungsorientiertes Investieren) bezeichnet man Investitionen in Unternehmen, Organisationen oder Fonds mit dem Ziel, neben einer positiven finanziellen Rendite auch einen positiven Effekt auf Umwelt oder Gesellschaft zu erzeugen. Diese soziale oder ökologische Wirkung ist fester Bestandteil der Anlagestrategie und wird – wie der finanzielle Erfolg auch – gemessen. Dazu weiter unten mehr. 

Unter Impact Investing fallen damit eine ganze Reihe an Geldanlagen, die sich entweder auf soziale oder ökologische Aspekte fokussieren oder bei denen es um die Einhaltung verantwortungsvoller Unternehmensführung geht. Letzteres beinhaltet die Einhaltung von Arbeitsrechten, die Bekämpfung von Korruption und die Achtung von Menschenrechten, während erstere Impact Investments den Fokus auf ökologische Aspekte wie die Verringerung des CO2-Ausstoßes, die Förderung regenerativer Energien oder Aufforstungsprojekte legen.

Wie ist der derzeitige Trend beim Impact Investing?

Lange Zeit galt für Finanzkunden die Devise, in die Produkte zu investieren, die einem der Bank- oder Finanzberater des Vertrauens empfahl und die die höchste Chance versprachen, im Alter finanziell abgesichert zu sein. Das waren dann oftmals Fonds, die das Kapital ihrerseits in Produkte anlegten, von denen der Kunde nichts wusste und auch nicht wissen wollte. Doch immer mehr Kunden werden sich auch beim Thema Geldanlage über ihre Macht bewusst, mit dem Portemonnaie abzustimmen, wie sie es in Autohäusern und Supermärkten schon länger tun.

Anfangs beschränkte sich der Trend allein auf ein Ausschließen von negativen Einflüssen. Das heißt, der Kunde einer Bank wollte beispielsweise nicht, dass sein Geld in Geschäfte mit Waffen, fossilen Brennstoffen oder Ausbeutung billiger Arbeitskräfte in Entwicklungsländer fließt. Dieser Trend hat beispielsweise die GLS Bank aus Bochum aus einer Nische heraus in die Top-20-Genossenschafts Banken des Landes katapultiert – und das, obwohl Bankkunden dort vergleichsweise hohe Gebühren für ihr Konto zahlen.

Aus der anfänglichen Negativauslese erwächst nun zunehmend der Wunsch von Privatanlegern, aber auch institutionellen Investoren wie Family Offices und Vermögensverwaltern, bestimmte Bereiche aktiv zu fördern. So sprießen inzwischen Finanzanlagen aus dem Boden, die sich ganz bewusst einem Ziel verschrieben haben, beispielsweise der Einhaltung der UN-Klimaziele durch die Förderung regenerativer Energien, dem Erhalt der Artenvielfalt durch die Förderung von Aufforstungsprojekten oder einer zügigen Verkehrswende durch die Unterstützung der E-Mobilität.

„Getragen wird das Wachstum am Markt für Nachhaltige Geldanlagen maßgeblich von institutionellen Investoren. Aber auch private Investoren legen deutlich nach. Viele von ihnen sehen sich in der Verantwortung, zukünftigen Generationen eine lebenswerte und zukunftsfähige Welt hinterlassen zu wollen. Deshalb achten sie bei der Auswahl ihrer Investments immer mehr darauf, wofür ihr Geld eingesetzt wird.“ Volker Weber, Vorsitzender des Forums für nachhaltige Geldanlagen (FNG)

Dadurch erleben nachhaltige Geldanlagen derzeit einen regelrechten Boom. „Die nachhaltige Geldanlage steht zu Recht ganz oben auf der Agenda vieler Anleger“, so Volker Weber, Vorsitzender des Forums für Nachhaltige Geldanlagen (FNG). Laut des letzten Branchenberichts der FNG stieg das Volumen nachhaltiger Finanzprodukte weltweit von rund 171 Milliarden Euro im Jahr 2017 auf mehr als 219 Milliarden Euro im Jahr 2018. Das entspricht einem Zuwachs von etwa 28 Prozent.

Dabei handelt es sich um „Gelder, die unter der Berücksichtigung von umweltbezogenen, sozialen und auf eine verantwortungsvolle Unternehmensführung bezogene Kriterien verwaltet werden“, schreibt Weber, in der WELT-Beilage Personal Finance: Analyse. Noch stärker ist der Zuwachs bei nachhaltigen Investmentfonds, die im selben Zeitraum um 48 Prozent zunahmen. Das FNG geht davon aus, dass dieser Trend weiter anhalten wird. Getrieben wird der Boom nachhaltiger Geldanlagen einerseits durch eine steigende Nachfrage der Kunden und andererseits durch den politisch bestimmten Kurs.

Die Europäische Union hat sich beispielsweise dazu verpflichtet, bis 2050 klimaneutral zu werden, um die Beschlüsse des Pariser Abkommens zu erfüllen. Darüber hinaus hat die EU-Kommission das weltweit erste „grüne“ Klassifizierungssystem für nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten (Taxonomie) gebilligt. Mit der Taxonomie-Verordnung wird ein allgemeiner Rahmen geschaffen, um Schritt für Schritt ein EU-weites Klassifizierungssystem für ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten zu entwickeln.

Mithilfe dieser Taxonomie sollen die Klimaziele erreicht werden und Kunden vor „grünem Etikettenschwindel“ (Greenwashing) geschützt werden. Die EU-Beschlüsse haben weitreichende Auswirkungen auf den Finanzmarkt, der bestrebt ist, diese Bestimmungen durch eine Steigerung des Angebots für nachhaltige Geldanlagen zu erreichen. Besonders institutionelle Investoren legen also vermehrt Wert darauf, auch nachhaltige Anlagen in ihr Portfolio aufzunehmen oder entsprechende Fonds aufzulegen.

Müssen Investoren beim Impact Investing auf Rendite verzichten? (Spoiler: Nein!)

Bei vielen privaten und institutionellen Investoren, die sich für Impact Investing interessieren, herrschen oftmals Zweifel darüber, ob ein nachhaltiges Investment mit einer marktüblichen Rendite vereinbar ist. Diese Zweifel halten sie davon ab, stärker in nachhaltige Geldanlagen zu investieren. Dieser Ansicht folgend würde Impact Investing in einem Graubereich irgendwo zwischen Philanthropie und klassischem, renditeorientierten Investieren liegen. Aber kommt Impact Investing wirklich immer zu einem Preis, der sich in einer niedrigeren Rendite ausdrückt?

Die meisten Investoren stellen ihre Portfolios nach der Modernen Portfolio-Theorie zusammen. Demnach gibt es zwischen allen Finanzanlagen immer ein Verhältnis zwischen Risiko und Rendite. Je risikoreicher eine Anlage, desto höher die Rendite und umgekehrt. In der Theorie gibt es unter allen Anlagen immer eine Zusammenstellung, die ein Portfolio (je nach Risikoaversion des Investors) perfekt ausbalanciert.

Leider fokussiert sich die Moderne Portfolio-Theorie nur auf die finanzielle Rendite und trifft keine Aussagen über soziale oder ökologische Aspekte. Klassische, renditeorientierte Investoren sehen Impact Investing skeptisch, weil sie der Überzeugung sind, dass eine Verschiebung weg von einem klassischen Rendite-Risiko-Verhältnis per Definition das finanzielle Risiko des Portfolios erhöht. Oder anders ausgedrückt: Der Investor geht ein höheres Risiko ein, ohne dabei die marktübliche Rendite im Gegenzug zu erhalten. Aber stimmt diese Annahme?

„Im Impact Investment heute erleben wir eine Phase, in der wir experimentieren und den Machbarkeitsnachweis (‚proof of concept‘) erbringen. Ich habe keinen Zweifel daran, dass wir erfolgreich sein werden, genauso wenig wie ich einen Zweifel daran hatte, dass wir mit Wagniskapital erfolgreich sein würden. Aber dieses Mal um der Wirkung willen: Es geht um gute Geschäfte und gute Taten gleichzeitig.“ Sir Ronald Cohen, britischer Geschäftsmann, der sowohl als „Vater des Wagniskapitals“ als auch als „Vater des sozialen Investments“ gilt

Eine Analyse des Forbes-Magazine kommt zu dem Schluss, dass es sich oftmals um einen Irrglauben handelt, wenn Finanzmarktakteure annehmen, wirkungsorientiertes Investieren sei nur mit Abstrichen bei der Rendite zu realisieren. Forbes zitiert dabei aus zwei spannenden Studien, die den Bereich Impact Investing näher unter die Lupe genommen haben.

Die erste stammt von Jeff Finkelman, Vizepräsident bei Athena Capital und lautet Building Impact Portfolios. Finkelman kommt darin zu dem Schluss, dass es im Finanzmarkt einen Bereich gebe, in denen Investoren Anlagemöglichkeiten finden könnten, die sowohl soziale oder ökologische Wirkung entfalteten und dabei auch eine marktübliche finanzielle Rendite erzielten. Hier könnten Investoren also „kostenlos“ wirkungsorientierte Investments finden, ohne dabei auf Rendite zu verzichten.

Die zweite Studie der Wissenschaftlerin Rachel Browning ist eine Investorenumfrage in den skandinavischen Ländern aus dem Jahr 2019. Bei den Befragten handelte es sich um 83 professionelle Investoren, darunter Business Angels, Family Offices, Venture-Capital-Gesellschaften und institutionelle Investmentfonds. Das Ergebnis verblüffte selbst die Forscher: Die überwiegende Mehrheit (83 Prozent) dieser professionellen Investoren erwartete sich durch ihre Impact Investments marktübliche oder sogar überdurchschnittliche finanzielle Renditen. Der Investmentfokus der befragten Investoren lag auf dem Gesundheitswesen, der Förderung regenerativer Energien, Industrieinnovationen und nachhaltigen Lösungen für urbane Räume (Smart Cities).

Wie misst man die soziale oder ökologische Rendite eines Impact Investments?

„Im Impact Investment heute erleben wir eine Phase, in der wir experimentieren und den Machbarkeitsnachweis (‚proof of concept‘) erbringen“, wird Sir Ronald Cohen, der britische Geschäftsmann, der sowohl als „Vater des Wagniskapitals“ als auch als „Vater des sozialen Investments“ bezeichnet wird, in einem PHINEO-Bericht zitiert. „Ich habe keinen Zweifel daran, dass wir erfolgreich sein werden, genauso wenig wie ich einen Zweifel daran hatte, dass wir mit Wagniskapital erfolgreich sein würden.“ Die Frage sei, wie die Generation der Millennials zu inspirieren sei, das zu wiederholen, was ihr bereits in der technischen Revolution gelungen ist: „Aber dieses Mal um der Wirkung willen: Es geht um gute Geschäfte und gute Taten gleichzeitig.“

Doch wie misst man diese guten Taten? Wie misst man die soziale oder ökologische Rendite eines Impact Investments? Die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (SDGs) bieten einen Orientierungsrahmen, mit dem sich die Welt auf Aufgabenfelder verständigt hat, denen eine hohe normative Dringlichkeit beigemessen wird. Dieser Orientierungsrahmen erhebt zwar keinen Anspruch auf Vollständigkeit, stellt aber eine hilfreiche Ausgangsbasis dar. Darüber hinaus bieten sich Investoren eine Reihe von Methoden und Tools, mit denen sie die positive Wirkung eines Investments nachweisbar machen können. Dazu gehören beispielsweise das Impact Management Projekt, die SROI Methode, der IRIS Katalog oder der Social Reporting Standard.

In jedem Fall müssen vor jedem Impact Investment zuvor zwei Aspekte geklärt werden. Erstens: Kann das Investitionsobjekt (Unternehmen, Fonds oder Organisation) die ethisch gewünschte Wirkung überhaupt erzielen? Und zweitens: Erzielt die Investition auch wirklich die beabsichtigte ethische Wirkung? Besonders um die soziale oder ökologische Wirkung der Investition zu messen, müssen dafür im Vorhinein klar definierte Ziele abgesteckt werden. Diese Ziele variieren je nach gewünschtem Effekt auf die Gesellschaft.

Ein Beispiel: Wenn es bei einem Aufforstungsprojekt um die Erhaltung einer vom Aussterben bedrohten Pflanzenart geht, würde der Impact in der Zahl gepflanzter Bäume gemessen werden. Wenn es bei dem gleichen Projekt dagegen um CO2-Reduktion ginge, müssten im Vorhinein erfasst werden, wie viel Kohlendioxid diese Baumart binden kann. Hier wäre am Ende aber weniger die Anzahl gepflanzter Bäume als die Höhe des gebundenen CO2 der Gradmesser für den Erfolg des Impact Investments.

Ein zweites Beispiel: Wenn es bei einer Investition um die Förderung regenerativer Energien geht, ließe sich die ökologische Rendite beispielsweise darin messen, wie viele Kilowattstunden Strom aus den realisierten Projekten erzeugt wurden. Denn mit jeder Solarkraftanlage und jedem Windrad steigt der Anteil regenerativer Energien an der gesamten Stromerzeugung einer Volkswirtschaft.

Zwei Beispiele für Impact Investments bei Innovestment: VEG und JC

Investment Case 1: Vereinte Energiegenossenschaft eG

Die 2013 gegründete Vereinte Energiegenossenschaft eG (VEG) aus Hamburg hat sich dem Ausbau regenerativer Energien verschrieben und engagiert sich zudem in den Bereichen Energieeffizienz und Energiespeichermöglichkeiten. Dazu betreibt und finanziert die VEG zusammen mit ihren bereits über 450 Mitgliedern Blockheizkraftwerke, Solar- sowie Windenergieanlagen und setzt dabei vor allem auf eine dezentrale Energieversorgung, was bedeutet, dass die Energie dort erzeugt wird, wo sie auch verbraucht werden soll, ohne die Netze unnötig zu belasten.

Außerdem sorgt die VEG durch Umrüstung bestehender Systeme für Einsparpotenziale in punkto Strom und Emissionen – beispielsweise durch den Ersatz herkömmlicher Beleuchtungssysteme durch LED. Über 40 Projekte hat die VEG in den vergangenen Jahren realisiert. Inzwischen betreibt die Genossenschaft 24 effiziente Blockheizkraftwerke, drei Photovoltaikanlagen, eine Windkraftanlage sowie zwei LED-Projekte. Außerdem bietet die Genossenschaft aus Hamburg Endverbrauchern einen Ökostromtarif an.

„Von Anfang an haben wir ausschließlich auf Energie ökologischen Ursprungs oder mit direktem Bezug dazu – wie etwa Erdgas als Brückentechnologie der Energiewende – gesetzt“, sagt VEG-Mitbegründer und Vorstandsvorsitzender Marc Banasiak im Interview. „Dahinter steht unsere Überzeugung, dass der weltweit steigende Energiebedarf ökologisch und ressourcenschonend, zugleich aber auch wirtschaftlich, gedeckt werden muss. Wir sind quasi Pragmatiker mit grüner Seele.“

Die Mitglieder der Genossenschaft sowie die Impact Investoren, die das Projekt finanziell unterstützen, gestalten damit die Energiewende in Deutschland – weg von nuklearen und fossilen Brennstoffen, hin zu regenerativen Energie – aktiv mit und helfen Deutschland, die Klimaschutzziele zu erreichen. Außerdem sorgen sie durch den Ausbau regenerativer Energien dafür, dass diese Energieform in Zukunft wirtschaftlich immer tragfähiger wird. Die VEG will in Zukunft unabhängig von großen Energieversorgern und staatlichen Subventionen werden.

Was die VEG zu einem wirkungsorientierten Investment macht? Als Messlatte lassen sich hier die Sustainable Development Goals (SDGs) nutzen. Auf diese 17 Entwicklungsziele haben sich die Vereinten Nationen (UN) verständigt. Die VEG zahlt auf fünf der 17 Ziele direkt ein: erschwingliche und saubere Energie, innovative und nachhaltige Infrastruktur, nachhaltige Gemeinden und Städte, verantwortungsbewusste Produktion sowie Klimaschutz.

Investment Case 2: JC Sandalwood Invest 18 GmbH & Co. KG

Sandelholz ist eines der ältesten Harthölzer der Welt. Es wird für kulturelle, naturkosmetische und medizinische Zwecke verwendet. Die starke Nachfrage nach Sandelholz führte zu illegalem Raubbau, sodass der Baum vom Aussterben bedroht ist und seit 1998 auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (ICUN) als gefährdete Art geführt wird. Seit nunmehr 20 Jahren wird Sandelholz im Norden Australiens vom australischen Unternehmen Quintis umweltfreundlich und sozialverträglich angebaut.

Quintis hat sich auf den Plantagenbetrieb und die Ernte der Bäume spezialisiert und ist inzwischen Weltmarktführer auf dem Gebiet. Durch den Anbau und Vertrieb von Sandelholz werden wild wachsende Bäume geschützt, da die weltweite Nachfrage aus einer nachhaltigen Quelle bedient werden kann und illegaler Raubbau somit eingeschränkt wird. Der Hamburger Impact Investor Jäderberg & Cie. (JC) wurde 2010 der erste internationale Plantagen-Investor von Quintis. Darüber hinaus haben lediglich eine Handvoll internationaler Institutionen Zugang zu diesem exklusiven Investment erhalten. Dazu gehören namhafte Adressen wie die Stiftung der Harvard Universität, der größte Staatsfonds der Vereinigten Arabischen Emirate (Abu Dhabi Investment Council) und die Church of England.

Jäderberg & Cie. kauft Teile der Plantagen und beauftragt Quintis mit der Bewirtschaftung und Ernte der Plantagen, mit der Verarbeitung der Bäume und schließlich mit der Vermarktung und dem Verkauf der Sandelholz-Endprodukte wie ätherisches Öl, Pulver und Holz in verschiedensten Formen. Mittlerweile gehören der JC-Gruppe rund 700 Hektar mit Sandelholz, und über 1.300 Anleger haben sich über verschiedene JC Sandalwood-Investmentvehikel bereits an den fünf JC Sandalwood-Plantagen beteiligt. Dafür gewann Jäderberg & Cie zweimal den deutschen Beteiligungspreis, zuletzt 2019.

„Im Moment herrscht eine enge Fokussierung auf den drohenden Klimawandel und CO2-Emissionen. Weitere akute ökologische und soziale Unwuchten kommen dabei noch zu kurz in der breiten Debatte. Doch verallgemeinernd ist eine stark gestiegene Nachfrage nach nachhaltigen Investments zu beobachten“, so Peter Jäderberg, Gründer und Geschäftsführer der Jäderberg & Cie.-Gruppe, im Interview. „Tatsächlich sehen wir aber ein rasant gestiegenes Interesse seitens professioneller Anleger an unseren Assets, denn es gibt bisher sehr wenig echte Impact Investing-Projekte. Seit knapp zehn Jahren investieren Privatanleger konstant bei JC Sandalwood, wohl weil die Nachhaltigkeit unseres Geschäftsmodells überzeugt.“

Was macht dieses Projekt zu einem echten Impact Investment? Im Vordergrund steht der Erhalt der Biodiversität, indem diese Baumart vor dem Aussterben bewahrt wird. Dazu kommt die nachhaltige Anbauweise sowie die daraus folgende Herstellung von Heil- und Naturkosmetikprodukten. Und schließlich trägt das Aufforstungsprojekt direkt zum Klimaschutz bei, denn die Baumplantagen binden große Mengen an CO2. Damit zahlt JC auf 5 der 17 Sustainable Development Goals (SDGs) ein: Gesundheit und Wohlbefinden, verantwortungsbewusster Konsum und Produktion, Leben auf dem Land, Partnerschaft für die Entwicklungsziele sowie Klimaschutz.

Fazit: Impact Investing wird wichtiger

Der Markt für nachhaltige Geldanlagen und Impact Investments gewinnt zunehmend an Bedeutung. Das zeigen die Zahlen der letzten Jahre mit zweistelligen Wachstumsraten deutlich auf. Dieses Wachstum wird zum einen von Privatinvestoren gefördert, die auch beim Thema Finanzanlagen immer stärker auf ethische, soziale und ökologische Aspekte achten. Aber auch professionelle Investoren wie Family Offices, Vermögensverwalter und Investmentsfonds entdecken diese Anlageklasse für sich. Sie sind bestrebt, den Kunden entsprechende Produkte anzubieten und ihr Portfolio durch nachhaltige Produkte zu erweitern.

Zudem entkräften diverse Studien die anfängliche Befürchtung professioneller Anleger, dass wirkungsorientiertes Investieren immer mit Abstrichen bei der finanziellen Rendite verbunden sei. Umfragen unter professionellen Investoren in Skandinavien zeigen, dass die überwiegende Mehrheit von ihnen mit marktüblichen oder sogar überdurchschnittlichen Renditen für ihre Impact Investments rechnet. Dazu kommt, dass auch politische Institutionen wie die Europäische Kommission oder die Bundesregierung Themen wie Klimaschutz, Energiewende und CO2-Reduktion stärker in den Fokus rücken, was zusätzlichen Druck auf den Finanzmarkt ausübt, nachhaltige Produkte zu entwickeln und anzubieten. Daher wird der bisherige Trend hin zu mehr Impact Investing weiter zunehmen. 

Wollen Sie selbst zum Impact Investor werden?

Dann klicken Sie auf den Button und finden Sie spannende Impact Investments auf unserer Seite.

Zu den Anlageprojekten

oder

bhp