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Unser Buchtipp: „Keinhorn" – Was es wirklich heißt, ein Start-up zu gründen von Julian Leitloff und Caspar Schlenk
Serie

07.03.2021
Unser Buchtipp "Keinhorn"

In unserer neuen Reihe möchten wir Ihnen Sachbücher vorstellen, die uns bei Innovestment beschäftigen, inspirieren und fesseln. Sie drehen sich alle im Kern um die Themen Unternehmertum, Innovation, Leadership und Organisation. Den Anfang macht das Buch „Keinhorn – Was es wirklich heißt, ein Startup zu gründen“ von Julian Leitloff und Caspar Schlenk. Julian Leitloff hat sein erstes Startup Stilnest, das Schmuck im 3D-Drucker herstellte, mit 22 Jahren gegründet. Heute leitet er das Blockchain-Startup Fractal, das er 2017 mit Júlio Santos gemeinsam gegründet hat.

Worum geht es im Buch?

Im Buch geht es um den aufreibenden Weg zum Erfolg des jungen Startup-Gründers. Es erzählt ungeschönt, mit welchen Herausforderungen und auch Ängsten Gründer konfrontiert sind. Es wirft außerdem ein neues Licht auf die deutsche Startup-Szene und rechnet mit dem Mythos „Startup-Gründer als Lifestyle“ ab. Die Gründung eines Startups sei vor allem eins: viel harte Arbeit. 

Was hat uns an dem Buch so begeistert?

Das Buch ist eine packende Gründerstory, die man in einem Zug durchliest. Es sind 293 unterhaltsam geschriebene Seite, was wir bei einem Sachbuch nicht unbedingt erwartet hätten. Man merkt einfach, dass da mit Caspar Schlenk ein professioneller Journalist mitgewirkt hat. Und doch hat man immer das Gefühl, dass wirklich Julian Leitloff seine Geschichte erzählt. Authentisch, nah und so wie es wirklich war.

Berührt hat uns das Buch auch, weil es einen wichtigen Aspekt erzählt, den wir heute in Deutschland viel zu wenig erzählen: Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich aufmachen, etwas zu erschaffen, sich mit Herzblut und Mut in ihr Unternehmen reinhängen und die Verantwortung für andere Menschen übernehmen, die für sie arbeiten.

Caspar Schlenk und Julian Leitloff sind die beiden Autoren des Buches "Keinhorn".

Was ist die Kernthese des Buches?

Gründen ist das Beste auf der Welt, was man machen kann – wenn man der richtige Typ dafür ist. Dabei ist es nichts, was man glorifizieren sollte. Es ist großartige und harte Arbeit zugleich und Gründerinnen und Gründer sollten viel mehr darüber sprechen, was es wirklich bedeutet, zu gründen und somit dem „Survivorship-Bias“ und dem „Mythos vom genialen Gründer“ entgegenzuwirken. Denn – so heißt es auf Seite 288 - „für die wirklich großen Würfe benötigen wir unsere kollektive Unterstützung“.

Warum ist das Buch für GründerInnen relevant?

Die Begeisterung mit der Julian Leitloff seine Geschichte als Gründer erzählt, mindert nicht den Schmerz, den wir als Lesende mitfühlen, wenn mal wieder ein Investor kurz vor der Unterschrift beim Notar abspringt oder er eben dem besten Freund sagen muss, dass er das Unternehmen verlassen muss. Dieses Buch kann erste Einblicke geben und echten Gesprächen unter Gründerinnen und Gründer und jenen, die es werden wollen, den Weg bereiten.

Fazit

Aus einer Flut an Büchern zum Gründertum und der Startup-Welt sticht „Keinhorn” durch seinen erfrischend ehrlichen Blick auf die Szene hervor. Es beschönigt nicht, dass Gründen mit vielen Herausforderungen und auch Rückschlägen verbunden ist. Und doch macht es am Ende klar, dass die Gründung des eigenen Unternehmens eine der bereicherndsten Dinge sein kann, besonders, wenn man weiß, worauf man sich einlässt und bereit ist, mit Leidenschaft für seine Idee zu kämpfen.

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bhp