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Wie die Transformation zur Kreislaufwirtschaft unserer Umwelt hilft
Schwerpunktthema

14.04.2021
Kreislaufwirtschaft

Unsere Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen. Das derzeitige Wirtschaftssystem produziert Unmengen an Müll. Damit unser Planet nicht im Abfall erstickt, ist ein Umdenken nötig. Einen Ausweg aus der Situation bietet die Kreislaufwirtschaft. Damit könnten Ressourceneinsatz und Abfall auf ein Minimum reduziert werden. Unternehmen wie Rinovasol setzen dieses Prinzip schon heute erfolgreich um.

Die Menge an Abfall, die jedes Jahr in der EU und in Deutschland anfällt, steigt kontinuierlich. Europaweit fallen jährlich rund 2,5 Milliarden Tonnen Müll an. Zu den größten Müllproduzenten pro Kopf zählen Dänemark, Malta, Zypern und Deutschland. Im Jahr 2018 wurden hierzulande 417 Millionen Tonnen Abfall produziert. Allein 19 Millionen Tonnen davon waren Verpackungsmüll – ein trauriger Rekordwert. Das entspricht in etwa 228 Kilogramm Verpackungsmüll pro Person.

Deutschland 2021: Ein weiter Weg zur Kreislaufwirtschaft

Dieser Trend hält leider seit Jahren an. Seit 2010 sei der Verpackungsverbrauch um insgesamt 17,9 Prozent gestiegen, wie aus einer Mitteilung des Umweltbundesamts hervorgeht. Private Haushalte sind für knapp die Hälfte des produzierten Verpackungsmülls verantwortlich, also über 8,9 Millionen Tonnen oder 107,7 Kilogramm pro Kopf. Die Bundesregierung wollte diesen Trend schon am 1. Juni 2012 durch die Verabschiedung des sogenannten Kreislaufwirtschaftsgesetz brechen. Ziel des Gesetzes ist es, „die Kreislaufwirtschaft zur Schonung der natürlichen Ressourcen zu fördern und den Schutz von Mensch und Umwelt bei der Erzeugung und Bewirtschaftung von Abfällen sicherzustellen.“

Immerhin: es gibt auch positive Trends. So wurden in Deutschland etwa 853.000 Tonnen Elektrogeräte eingesammelt und recycelt. Das entspricht etwa 43 Prozent aller auf entsorgten Elektrogeräte und liegt nur knapp unter dem selbst gesetzten Ziel von 45 Prozent. Von allen angefallenen Abfällen in Deutschland wurden immerhin 70 Prozent recycelt. Doch da Deutschland nicht in der Lage ist, den gesamten hier entstehenden Müll zu recyceln, wird ein erheblicher Teil in andere Länder exportiert.

Laut eines aktuellen Berichts des Bundesverbands der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) waren es 2018 rund 25 Millionen Tonnen, davon etwa 10 Prozent nach Asien und 89 Prozent in andere EU-Staaten. Zu den wichtigsten Müllexporten zählen Metallabfälle mit rund 40 Prozent, Plastik macht nur etwa 4 Prozent der Ausfuhren aus. Deutschland importierte aber auch rund 22 Millionen Müll – vorwiegend aus den Niederlanden, Polen und Tschechien – um ihn hier zu recyceln. Für Peter Kurth, geschäftsführender Präsident des BDE, ist der Im- und Export „unverzichtbar“, sonst könne „keine Kreislaufwirtschaft stattfinden“.

Wie funktioniert Kreislaufwirtschaft?

Bei der Kreislaufwirtschaft geht es im Kern darum, dass alle zur Fertigung von Produkten eingesetzten Ressourcen wieder als Ausgangsstoffe für neue, schadstofffreie Produkte verwendet werden können. Die Ressourcen gehen – im Idealfall – nicht verloren und verbleiben im Wirtschaftskreislauf. Dadurch werden Ressourcen gespart und die Umwelt geschont.

Vor 14 Jahren schrieben der deutsche Chemiker Michael Braungart und der amerikanische Architekt William McDonough das passende Buch zu diesem Ansatz mit dem Titel „Cradle to Cradle“ (zu Deutsch: „Von der Wiege zur Wiege“). Sie entwarfen darin ein Wirtschaftssystem, das nicht länger aus Wegwerfprodukten besteht (also von der „Wiege bis zur Bahre“), sondern aus Produkten, deren Bestandteile am Ende ihres Lebenszyklus für neue Produkte verwendet werden.

„Rohstoffe werden gewonnen, zu Produkten verarbeitet, verkauft und schließlich in eine Art ‚Grab‘ geschafft, gewöhnlich auf eine Mülldeponie oder in eine Müllverbrennungsanlage.“ Zitat „Cradle to Cradle“

Doch Müllentsorgung und Recycling (das meistens eher ein Downcycling ist, da die ursprünglichen Bestandteile an Wert und Qualität verlieren) würden weder die Erschöpfung der Ressourcen noch die Zerstörung der Umwelt verhindern, so die beiden Autoren. Sie sorgen „lediglich dafür, dass diese Prozesse verlangsamt und hinausgezögert werden“.  Dieser Logik folgend sollte in einer Kreislaufwirtschaft nur noch Produkte geben, die entweder vollständig biologisch abbaubar sind oder die sich endlos recyceln lassen.

Unternehmen, die sich der Kreislaufwirtschaft verschrieben haben

Sicherlich ist die Kreislaufwirtschaft noch eine Utopie, doch eine, für die es sich lohnt einzustehen. Auch wenn der Weg noch weit ist, ein Umdenken ist bereits in vollem Gange. Nicht nur die Politik sondern auch Privatunternehmen haben das erkannt und drängen aus der Nische in den Mainstream. Eines dieser Unternehmen ist Rinovasol. Die Unternehmensgruppe hat sich auf die Sanierung und Verwertung von Solarmodulen spezialisiert ist.

Rinovasol um Geschäftsführer Josef Gmeiner hat sich damit der Aufgabe verschrieben, regenerative Energie noch nachhaltiger zu machen. Denn häufig gehen Solarmodule vor Ablauf ihres Lebenszyklus defekt und werden dann vorzeitig verschrottet. Dort erkannte Josef Gmeiner eine Nische, die nicht nur wirtschaftlich ist, sondern auch der Umwelt nützt, in dem sie die Lebensdauer der Solarmodule verlängert und das Müllaufkommen reduziert. Im Interview erklärt er dazu:

„Die Produktidee kam mir, als ich vor acht Jahren Solarmodule verkauft habe, diese dann aber nach einiger Zeit reklamiert wurden. Der Hersteller aus China war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr existent und so musste ich, da ich beim Kunden im Wort stand, für eine Lösung sorgen. Dieses war dann die Geburtsstunde der Rinovasol Reparatur-Lösung.“

Die Solarbranche wächst jedes Jahr rasant und damit steigert sich auch das Abfallaufkommen durch alte Solarmodule. Laut dem „Weißbuch Kreislaufwirtschaft“ der Deutschen Umwelthilfe werden im Jahr 2020 bis zu 51.600 Tonnen Altmodule von ihren ehemaligen Eigentümern entsorgt worden sein. Andere Prognosen gehen sogar bis zum Jahr 2030 von 1.000.000 Tonnen Altmodulen jährlich aus. Um die Solarbranche in eine Kreislaufwirtschaft zu transformieren, braucht es Verbesserungen bei der Entsorgung und im Recycling. 

„Derzeit bestehende Sammel- und Entsorgungssysteme für gebrauchte PV-Module sind noch nicht in der Lage, mit den zu erwartenden Mengen maximal klimaschonend und ressourceneffizient umzugehen. Eine angemessene Behandlung aller gebrauchten Module kann momentan nicht sichergestellt werden. Beispielsweise werden noch zu oft funktionierende Photovoltaik-Module bei der Demontage oder Sammlung beschädigt oder zerstört.” Zitat „Weißbuch Kreislaufwirtschaft“ der Deutschen Umwelthilfe

Wenn die Branche weiter so rasant wächst – und danach sieht es zurzeit aus – dann wird das Müllaufkommen laut Prognosen bis 2050 auf mehr rund 78 Millionen Tonnen anwachsen. Da kommen Konzepte, wie sie Rinovasol anbietet, wie gerufen. Denn dank des patentierten Refurbishing-Verfahrens von Rinovasol können über 95 Prozent aller Module saniert und wieder zum Einsatz gebracht werden. Das spart Ressourcen und reduziert das Müllaufkommen der Branche deutlich. 

„Der praktische Hintergrund: 96,3 Prozent der gelieferten Module können aufbereitet und dem Markt wieder zugeführt werden. Und in 90 Prozent der Fälle besteht keine Notwendigkeit, Module zu entsorgen. Fast jedes beschädigte Modul muss nur dringend renoviert werden, um die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit wiederherzustellen. Damit werden Module für die weitere Nutzung neu zur Verfügung gestellt und die Lebenszyklen deutlich verlängert“, betont Josef Gmeiner. 

Bis heute konnte Rinovasol so rund eine Million Solarmodule sanieren oder recyceln und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Transformation von einer Wegwerfgesellschaft zu einer Kreislaufwirtschaft.

Sind Sie neugierig geworden? Möchten Sie in ein Unternehmen investieren, dass sich der Kreislaufwirtschaft verschrieben hat?
Dann werfen Sie doch einen Blick ins Angebotsprofil.

Angebotsprofil von Rinovasol

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bhp