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Wie mehr Werte Mehrwerte schaffen
Über uns

17.02.2020
Ein Geldschein gefaltet zum Schmetterling

Als Plattform fühlt sich Innovestment den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen verpflichtet. Und damit liegen wir im (Mega-)Trend, denn Investoren setzen immer stärker auf nachhaltige Anlagen. Einerseits weil beispielsweise die EU Maßnahmenpakete verabschiedet, die nachhaltige Anlagen fördern und andererseits weil sie nicht unbedingt Abstriche bei der Rendite bedeuten. Ganz im Gegenteil, mitunter deklassieren nachhaltig wirtschaftende Unternehmen ihre weniger umsichtigen Konkurrenten in puncto Performance und Börsenkurs sehr deutlich.

Ethos

Das muss für ein Unternehmen kein Fremdwort sein, sind wir überzeugt. An dieser Stelle möchten wir Ihnen gerne kurz einen Einblick in unsere Philosophie geben und erklären, wofür Innovestment steht. Wir fühlen uns einer Corporate Social Responsibility (CSR) verpflichtet, die sich auf eine plakative Formel herunterbrechen lässt: Es muss kein Widerspruch sein, finanzielle Mehrwerte zu kreieren und dabei mehr Werte zu berücksichtigen und transportieren, als konventionelle Anlageformen das gewöhnlich tun. Man kann unternehmerisch handeln und gleichzeitig nachhaltig Verantwortung übernehmen.

Was hat ein FinTech wie Innovestment mit Nachhaltigkeit zu tun?

Angesichts des Umstands, dass die Industrielle Revolution der Menschheit zwar einen enormen Wohlstandsschub bescherte, leider aber auch Umweltverschmutzung und Artensterben beförderte, ist Nachhaltigkeit für uns Ausdruck unserer Unternehmensphilosophie sowie unseres Respekts gegenüber Menschen, Gesellschaft und Umwelt. Corporate Social Responsibility bedeutet für uns, ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit zu leben. Daher empfinden wir es als unsere persönliche und unternehmerische Verantwortung, unser Handeln langfristig und mit klarem Blick auf dessen Auswirkungen auszurichten. 

Wir müssen uns also die Frage stellen, wie Innovestment dazu beitragen kann, die Welt besser zu machen und die Menschen in unserem Umfeld fair und würdevoll zu behandeln. Und wie wir gleichzeitig AnlegerInnen eine Alternative anbieten können, die dennoch keine Abstriche bei der Rendite macht.

Ziele für nachhaltige Entwicklung / Sustainable Development Goals (SDG)

“Nachhaltigkeit” mag ein Modewort sein, aber machen wir es ruhig konkret: Die Orientierung an den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, die 17 Sustainable Development Goals (SDG, mehr dazu auch im Glossar), bilden die Basis für unsere eigenen Aktivitäten und für die Anforderungen, die wir an unsere Projekte stellen. In unserem Fall bedeutet das, dass wir 

  • dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für jeden fördern 

  • eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, 

  • breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen, 

  • Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern, 

  • umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen, 

  • zum Erreichen unserer Ziele auf Partnerschaften bauen und 

  • die Geschlechtergleichstellung erreichen.

Und diese Grundsätze spielen sowohl bei der Auswahl der Unternehmen, die über Innovestment finanziert werden, als auch in unserem persönlichen Handeln eine Rolle. Das bedeutet für uns nicht primär einen wirtschaftlichen Vorteil, sondern entspricht unserem ethischen Anspruch an eine faire, chancengleiche Gesellschaft, die von wertschaffender Kooperation ihrer TeilnehmerInnen geprägt ist. 

Offenbar wollen die Menschen wissen, ob und inwiefern die Unternehmen, in die sie investieren, das Thema Nachhaltigkeit berücksichtigen. Viele Menschen wollen explizit Projekte fördern, die mindestens eines der Nachhaltigkeitsziele erfüllt, vor allem in Europa und Asien. Dem schließen wir uns an. Schon in der ersten Phase der Kontaktaufnahme identifizieren wir die Potenziale unserer Portfolio-Unternehmen und regen die Umsetzung der SDG während der Zusammenarbeit an. Um die Ziele auch unseren AnlegerInnen sichtbar zu machen, arbeiten wir in den Projektprofilen mit den offiziellen SDG-Symbolen der Vereinten Nationen.

Nachhaltigkeit führt auch zu nachhaltiger Rendite

Nachhaltigkeit und Impact Investing sind bei der Vermögensanlage einer der ganz großen Trends in den letzten Jahren. Zu Recht, wie einige Zahlen nahelegen. Gemäß des UBS Investor Watch, der mehr als 5.300 Anlegerinnen und Anleger aus zehn Ländern berücksichtigte, halten 42 % der deutschen AnlegerInnen nachhaltige Investments im Portfolio, Spitzenreiter sind die Chinesen mit 60 %. Zwar muss gesagt werden, dass sämtliche Befragte “high networth individuals” sind, also äußerst wohlhabende Menschen. Dennoch überaus aufschlussreich sind dabei die Erwartungen und zugrundeliegenden Überlegungen der Befragten, denn diese sind zu “82 Prozent davon überzeugt, dass die Renditen nachhaltiger Anlagen jenen klassischer Anlagen entsprechen oder diese sogar übertreffen werden. AnlegerInnen erachten nachhaltig agierende Unternehmen als verantwortungsbewusst, gut geführt und zukunftsorientiert – und damit als gute Investitionen.” 56 % der deutschen AnlegerInnen erwarten, dass nachhaltige Anlagen in zehn Jahren der Standard sein werden. Das ist auch verständlich, denn Unternehmen, die etwa Raubbau an der Natur begehen, mögen kurzfristig enorme Gewinne einfahren können, aber Gesetze und entsprechende Schadensersatzforderungen verhageln in der Zukunft die Renditeaussichten. Wer sich schon jetzt Nachhaltigkeit auf die Fahnen schreibt, rüstet sich für den Wettbewerb der Zukunft, der unter dem Eindruck von Gesetzesverschärfungen stehen wird. 

Die Schwarmintelligenz scheint nicht zu irren, denn laut Kapitel 6 des Global Financial Stability Report des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Oktober 2019 ist die Performance der in etwa 1.500 nachhaltigen Fonds, die laut CNBC knapp 600 Milliarden US-Dollar Anlagevermögen verwalten, vergleichbar mit der von konventionellen Fonds. Je nach Definition kann es auch sehr viel mehr Geld sein, spricht der IWF in seinem Blog doch von drei bis 31 Billionen US-Dollar, die in ESG-Fonds (ESG = Environmental, Social, Governance) angelegt sind. Finanzinstitute bezeichnen so ihre nachhaltigen Fonds, die nur jene Unternehmen berücksichtigen, die die Bereiche Umwelt, Soziales und auch gute Regierungsführung beherzigen. Dass diese Asset-Klasse schnell anwachsen wird, ist unausweichlich, denn auch die EU drängt darauf, dass das Thema Nachhaltigkeit in der Portfoliostrukturierung stärker berücksichtigt wird. Ende 2019 einigten sich das EU-Parlament und der EU-Rat auf ein entsprechendes Maßnahmenpaket zur Förderung der Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft, wie Das Investment berichtet

Wohlgemerkt klafft noch eine Lücke zwischen dem finanziellen Engagement von institutionellen Investoren und PrivatanlegerInnen. Wie das Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V. Mitte 2018 bekannt gab, erreichte die Summe nachhaltiger Investments in Deutschland mit 171 Milliarden Euro einen Rekordwert, stattliche neun Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings setzen bis dato vor allem institutionelle Anleger auf das Thema Nachhaltigkeit, wie eine Studie des Instituts für nachhaltige Kapitalanlagen (NKI) aus dem Jahr 2017 offenlegte – eventuell weil PrivatanlegerInnen schlicht nicht wissen, dass diese Alternativen existieren. 

CNBC spricht von einem Mega-Trend, der aber bleiben wird, weil, wie der Chef-Ökonom der Saxo Bank, Steen Jakobson, konstatiert, es einen Paradigmenwechsel vom Thema Wachstum hin zu Klima und Umwelt gab, sowohl bei Bürgern als auch Regierungen. 

Doch Nachhaltigkeit schmälert Renditen gar nicht. Unternehmen wie Tesla müssen vielleicht noch beweisen, dass sie eines Tages in großen Stückzahlen produzieren können, aber beim Börsenwert hat das Unternehmen aus Palo Alto die großen deutschen Hersteller, die primär Benziner und Diesel im Angebot haben, längst hinter sich gelassen und ist seit Neuestem der zweitwertvollste Autoproduzent, nur Toyota liegt noch in weiter Ferne. Teslas Aktionäre versprechen sich also sehr viel von der Zukunft des Unternehmens und einer Welt, die schlicht keine Alternative zur Nachhaltigkeit hat. 

Auch beispielsweise Siemens gilt inzwischen als grünes Unternehmen, jedenfalls wird es im Carbon Clean 200-Index erfasst, der die 200 größten öffentlich gehandelten Konzerne mit einer Marktkapitalisierung von mindestens einer Milliarde US-Dollar auflistet, die mindestens zehn Prozent ihrer Umsätze durch grüne Technologien bestreiten. Demzufolge ist die Performance dieser Unternehmen dreimal so gut wie jener Firmen, die kaum oder gar nicht grün sind, schreibt The Guardian.

Warum die SDG sich auch in unserem Handeln widerspiegeln

Weil Innovestment selbst auch ein Unternehmen ist, legen wir den gleichen Maßstab an uns an. Was wir konkret tun, können Sie auf unserer Seite Corporate Social Responsibility nachlesen. Mit unserem Ansatz erfüllen wir bereits jetzt die Taxonomie-Vorgaben der EU, die definieren, was ein nachhaltiges, grünes Finanzprodukt ist. Weil wir der Meinung sind, dass es der einzig richtige Ansatz ist und wir verpflichtet sind, Nachhaltigkeit zu leben und mit gutem Gewissen Geldanlagen anzubieten, die mehr als bloße monetäre Rendite erzielt. Weil mehr Werte Mehrwerte schaffen können.

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bhp