Risikohinweise
Allgemeine Hinweise zu den Ausstattungsmerkmalen der angebotenen Vermögensanlagen und hiermit verbundenen Risiken

Für die jeweilige Vermögensanlage, insbesondere die damit verbundenen Rechte und Pflichten, sind die jeweiligen Vertragsbedingungen maßgeblich.

Bei den auf dieser Internet-Dienstleistungsplattform (die „Plattform“) angebotenen Vermögensanlagen handelt es sich aufgrund der Ausstattungsmerkmale nicht um sog. mündelsichere Kapitalanlagen, sondern um unternehmerische Beteiligungen, die sich nicht zur Absicherung der Altersvorsorge eignen. Insbesondere aufgrund des qualifizierten Rangrücktritts und der vorinsolvenzlichen Durchsetzungssperre sind Zins- und Tilgungsleistungen weder dem Zeitpunkt noch der Höhe nach garantiert. Anleger müssen daher in der Lage sein, bei einer unerwartet negativen wirtschaftlichen Entwicklung einen Totalverlust des investierten Kapitals finanziell zu verkraften. Eine Investition in die auf der Plattform angebotenen Vermögensanlagen ist daher nicht empfehlenswert für Anleger, die darauf angewiesen sind, sich jederzeit kurzfristig und ohne finanzielle Einbußen von der Vermögensanlage trennen zu können.

Hinsichtlich der Ausstattungsmerkmale der auf der Plattform angebotenen Vermögensanlagen wird auf die jeweiligen Vertragsbedingungen und übrigen Angebotsunterlagen verwiesen. Diese werden den Anlegern vor Vertragsschluss in Textform und darüber hinaus auf Nachfrage auch in Papierform zur Verfügung gestellt.

RISIKOHINWEISE

Bei den auf der Plattform angebotenen Vermögensanlagen handelt es sich zwar nicht um gesellschaftsrechtliche, dennoch um unternehmerische Beteiligungen, mit denen erhebliche Risiken verbunden sind. Mithin ist ein Totalverlust, d. h. der vollständige Verlust des eingesetzten Kapitals, möglich. Eine Investition in die auf der Plattform angebotenen Vermögensanlagen sollte daher nur erfolgen, wenn

  • sie für den Anleger geeignet und angemessen ist;
  • sie nur als Beimischung zu einem Anlageportfolio bzw. im Rahmen einer (risikodiversifizierten) Anlagestrategie erfolgt;
  • der Anleger auf das eingesetzte Kapital nicht angewiesen ist und dessen Totalverlust finanziell verkraften kann;
  • der Anleger nicht darauf angewiesen ist, sich kurzfristig – ohne finanzielle Einbußen – von der Vermögensanlage zu lösen (z. B. durch eine Veräußerung oder Kündigung);
  • der Anleger (i) nicht auf regelmäßige Ausschüttungen angewiesen ist oder solche erwartet und (ii) sich bewusst ist, dass es sich bei den angebotenen Vermögensanlagen nicht um Kapitalanlagen handelt, bei denen die Rückzahlung oder eine Rendite garantiert ist;
  • der Anleger eine Investition in die Vermögensanlage nicht fremdfinanziert (z. B. durch Aufnahme eines Kredits).

Nachfolgend werden die wesentlichen Risiken im Zusammenhang mit den auf der Plattform angebotenen Vermögensanlagen und deren Emittenten in standardisierter Form beschrieben. Die Darstellung ist nicht abschließend. Vielmehr können im Einzelfall weitere Risiken bestehen, die von den Umständen des Einzelfalls abhängen oder derzeit noch nicht bekannt sind und daher in den nachstehenden Ausführungen noch nicht berücksichtigt wurden.

Der Eintritt eines nachfolgend genannten Risikos kann – einzeln oder zusammen mit dem Eintritt weiterer Risiken – wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Emittenten haben und dazu führen, dass die Fähigkeit eines Emittenten zur Erfüllung seiner (finanziellen) Verpflichtungen gegenüber den Anlegern, insbesondere seine Fähigkeit zur Befriedigung von Zahlungsansprüchen der Anleger, beeinträchtigt oder ausgeschlossen ist. In diesem Fall ist es möglich, dass Zins- und/oder Tilgungsleistungen ausbleiben und/oder die Rückzahlbarkeit des in die jeweilige Vermögensanlage investierten Kapitals gefährdet oder ausgeschlossen ist. Mithin kann die Werthaltigkeit einer Vermögensanlage beeinträchtigt und ein Totalausfall des investieren Kapitals möglich sein.

Die gewählte Reihenfolge der nachfolgend genannten Risikofaktoren trifft weder eine Aussage über die Eintrittswahrscheinlichkeit, noch über die Schwere oder die Bedeutung der einzelnen Risiken.

Maximalrisiko

Obwohl eine Verlustteilnahme ausgeschlossen ist und Nachschusspflichten nicht bestehen, ist ein vollständiger Verlust des in die Vermögensanlagen investierten Kapitals möglich (Totalverlustrisiko). Daneben können den Anlegern im Zusammenhang mit einer auf der Plattform angebotenen Vermögensanlage in Abhängigkeit von den individuellen Umständen des Einzelfalls weitere Vermögensnachteile entstehen, z. B. Zahlungspflichten im Falle einer Fremdfinanzierung der Anlage. Diese Vermögenseinbußen und weiteren Vermögensnachteile können zu einer Privatinsolvenz eines Anlegers führen (Maximalrisiko).

Ausfallrisiko (Emittentenrisiko)

Der jeweilige Emittent könnte zahlungsunfähig werden oder in Überschuldung geraten. Dies kann z. B. der Fall sein, wenn geringere Einnahmen und/oder höhere Ausgaben als erwartet zu verzeichnen sind oder ein anderweitig bestehender Kapital- oder Liquiditätsbedarf nicht gedeckt werden kann. Eine Insolvenz hat wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und damit auf die Fähigkeit zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen eines Emittenten gegenüber den Anlegern.

Finanzierungsrisiko

Es besteht das Risiko, dass die Mittel aus der Ausgabe der auf der Plattform angebotenen Vermögensanlagen nicht ausreichen, um einen bestehenden oder zukünftigen Kapital- bzw. Liquiditätsbedarf des Emittenten – teilweise oder vollständig – zu decken. Mithin könnte es sein, dass ein Emittent auf weitere Finanzierungsmittel aus anderen Quellen angewiesen ist. Sollten solche Mittel nicht, nicht rechtzeitig oder nicht zu tragbaren Konditionen erhältlich sein, kann dies nachteilige Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb, die Geschäftsaussichten und -entwicklung sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Emittenten haben. Insbesondere kann dies dazu führen, dass der Geschäftsbetrieb eingeschränkt oder eingestellt werden muss. Zudem kann ein nicht gedeckter Kapital- bzw. Liquiditätsbedarf zum Eintritt eines Insolvenzantragsgrundes führen.

Geschäftsrisiko

Der wirtschaftliche Erfolg einer Vermögensanlage hängt maßgeblich vom wirtschaftlichen Erfolg des jeweiligen Emittenten ab. Dieser hängt wiederum von zahlreichen Faktoren ab, die z. T. nicht beeinflusst werden können. Dies gilt insbesondere für konjunkturelle Schwankungen im wirtschaftlichen Umfeld, die Entwicklung der Märkte, auf denen ein Emittent tätig ist, sowie das Wettbewerbsumfeld. Zudem kann es zu nachteiligen Änderungen in den wirtschaftlichen, rechtlichen oder steuerlichen Rahmenbedingungen kommen.

Solche Risikofaktoren können sich nachteilig auf die Geschäftstätigkeit und Geschäftsaussichten sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Emittenten auswirken.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die im Finanzplan oder in den sonstigen Angebotsunterlagen prognostizierten Umstände oder Entwicklungen nicht bzw. erst später als geplant eintreten und der tatsächliche Geschäftsverlauf vom erwarteten erheblich zum Nachteil des Emittenten abweicht.

Der Eintritt eines vorgenannten Risikos kann zu einem unvorhergesehenen Kapital- oder Liquiditätsbedarf führen, und auch im Übrigen wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Emittenten haben.

Besondere Risiken im Falle von Startups und/oder innovative bzw. disruptiven Geschäftsmodellen

Soweit es sich bei dem Emittenten um ein Startup, ein Unternehmen mit innovativen bzw. disruptiven Geschäftsmodellen, Produkten oder Dienstleistungen oder um ein Unternehmen aus einer dynamischen Wirtschaftsbranche handelt, bestehen grundsätzlich besondere Risiken. Häufig sind das Geschäftsmodell bzw. das Produkt oder die Dienstleistung noch nicht am Markt etabliert. Im Grundsatz gilt daher: Umso früher eine Anlage erfolgt, z. B. in der Gründungs-, Aufbau- oder (Produkt-) Entwicklungsphase, umso höher ist das damit einhergehende Risiko.

Es besteht das Risiko, dass sich die Geschäftsidee oder das Geschäftsmodell nicht umsetzen lassen. Ferner besteht das Risiko, dass der Markt die angebotenen Produkte bzw. Dienstleistungen nicht annimmt oder sich das jeweilige Unternehmen aus sonstigen Gründen nicht am Markt etablieren kann. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein wirtschaftlicher Erfolg dauerhaft ausbleibt; hierdurch wäre die Werthaltigkeit der jeweiligen Vermögensanlage gefährdet.

Der Eintritt eines vorgenannten Risikos kann zu einem unvorhergesehenen Kapital- oder Liquiditätsbedarf führen, und auch im Übrigen wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Emittenten haben.

Schlüsselpersonenrisiko

Es ist möglich, dass ein Emittent von bestimmten Schlüsselpersonen abhängig ist oder in Zukunft sein wird. Soweit diese Schlüsselpersonen nicht oder nicht mehr zur Verfügung stehen, kann sich dies nachteilig auf den wirtschaftlichen Erfolg und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

Inflationsrisiko (Kaufkraftrisiko)

Es besteht das Risiko, dass ein Anleger aufgrund einer Geldentwertung einen Vermögensschaden erleidet. Diesem Risiko unterliegen sowohl der Realwert des vorhandenen Vermögens, als auch der reale Ertrag, der mit dem Vermögen erwirtschaftet werden soll. Soweit die Realverzinsung unter Berücksichtigung der mit einer Vermögensanlage erwirtschafteten Erträge und der Inflationsrate negativ ist, würde dies einen finanziellen Verlust für einen Anleger bedeuten.

Informationsrisiko

In der Regel wird aufgrund gesetzlicher Ausnahmebestimmungen kein von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gebilligter Verkaufsprospekt für das Angebot der Vermögensanlagen veröffentlicht. Den Anlegern steht daher in der Regel keine umfassende Informationsquelle zur Verfügung. Insoweit besteht das Risiko, dass ein Anleger nicht über sämtliche für eine Anlageentscheidung wesentlichen Informationen verfügt.

Die auf der Plattform bereitgestellten Informationen und Dokumente dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine anleger- und produktbezogene Beratung. Bei den bereitgestellten Informationen und Dokumenten handelt es sich weder um eine Analyse, noch um eine Anlage- bzw. Anlagestrategieempfehlung im Hinblick auf die jeweilige Vermögensanlage.

Soweit im Rahmen eines Angebots auf in der Vergangenheit erwirtschaftete Erträge verwiesen wird, sind diese kein Indikator für künftige Erträge. Die tatsächlichen Erträge können wesentlich geringer ausfallen.

Die wirtschaftliche Entwicklung der angebotenen Vermögensanlagen hängt von einer Vielzahl an Faktoren ab, die z. T. nicht beeinflusst oder antizipiert werden können. Es besteht das Risiko, dass sich etwaige Annahmen und Einschätzungen, die insbesondere den Angaben zur prognostizierten wirtschaftlichen Entwicklung zu Grunde liegen, sich nachträglich als unzutreffend erweisen.

Fehlende, unvollständige oder falsche Informationen (einschließlich nicht aktueller sowie falsch interpretierter Informationen) können zu Fehlentscheidungen des Anlegers führen.

In allen vorgenannten Fällen besteht das Risiko, dass hierdurch die Werthaltigkeit der Vermögensanlage sowie die hiermit verbundenen Chancen und Risiken von einem Anleger unzutreffend bewertet werden.

Risiken im Falle einer Fremdfinanzierung der Investition in eine Vermögensanlage

Im Falle einer Fremdfinanzierung der Investition in eine Vermögensanlage bestehen besondere Risiken, insbesondere wegen der mit einer Fremdfinanzierung verbundenen Tilgungs- und Zinsverpflichtungen. Im Übrigen unterliegen die Zahlungsansprüche der Anleger aus den auf der Plattform angebotenen Vermögensanlagen einem qualifizierten Rangrücktritt mit vorinsolvenzlicher Durchsetzungssperre. Soweit infolge dessen Zahlungen aus der Vermögensanlage nicht, nicht in voller Höhe oder nicht bei Fälligkeit geleistet werden können, besteht wegen den vom Anleger regelmäßig zu erfüllenden Zahlungen an den Fremdkapitalgeber das Risiko erheblicher finanzieller Einbußen, die zu seiner Privatinsolvenz führen können.

Risiko von Interessenkollisionen

Es besteht das Risiko, dass Interessenkonflikte auftreten und sich erheblich nachteilig auf die Anlageentscheidung eines Anlegers, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Emittenten oder die Werthaltigkeit einer Vermögensanlage auswirken.

Risiken im Zusammenhang mit dem Anlageobjekt

Soweit die konkrete Mittelverwendung durch den Emittenten, mithin das Anlageobjekt, zum Zeitpunkt des Erwerbs der Vermögensanlage noch nicht feststeht, hat die Vermögensanlage einen Blind-Pool-Charakter. Insoweit besteht das Risiko, dass Anleger mangels Kenntnis vom konkreten Anlageobjekt die mit der Vermögensanlage verbundenen Risiken sowie das Chancen-Risiko-Verhältnis nicht oder nicht zutreffend einschätzen können. Anleger haben mangels Mitwirkungs- oder Stimmrechte auch keinen Einfluss auf die Auswahl des Anlageobjekts. Insoweit sind sie dem Risiko unternehmerischer Fehlentscheidungen des Emittenten ausgesetzt; solche Fehlentscheidungen können sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Emittenten auswirken.

Minderung des Emissionserlöses, Kostenbelastung

Den Emittenten können im Zusammenhang mit der Vorbereitung und Durchführung der Ausgabe von Vermögensanlagen Kosten und Aufwendungen entstehen (z. B. Rechtsberatungskosten, Vergütung der Innovestment GmbH). Das aufgenommene Kapital steht damit nicht in voller Höhe zu Finanzierungs- und Investitionszwecken zur Verfügung. Daneben werden das laufende Ergebnis und die Liquidität eines Emittenten durch erfolgsunabhängige Kosten (z. B. die an Innovestment GmbH zu zahlende Service-Gebühr) belastet.

Die vorgenannten Umstände können sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Emittenten und die Werthaltigkeit einer Vermögensanlage auswirken.

Keine Weisungs- oder Mitspracherechte

Die auf der Plattform angebotenen Vermögensanlagen gewähren keine Weisungs- oder Mitspracherechte gegenüber dem jeweiligen Emittenten oder dessen Geschäftsführung. Anleger haben somit nicht die Möglichkeit, Einfluss auf geschäftspolitische und strategische Entscheidungen, Geschäftsführungsmaßnahmen oder die Geschäftstätigkeit eines Emittenten zu nehmen. Insoweit können die Anleger Entscheidungen oder Handlungen, die sich nachteilig auf die Werthaltigkeit der Vermögensanlage auswirken, nicht verhindern.

Risiken im Zusammenhang mit der Vertragslaufzeit einer Vermögensanlage sowie der fehlenden Handelbarkeit und Liquidität

Im Falle einer Befristung oder Mindestlaufzeit einer angebotenen Vermögensanlage sowie einer eingeschränkten Übertragbarkeit und fehlenden Handelbarkeit ist das vom Anleger investierte Kapital in der Regel mittel- bis langfristig gebunden. Anleger sollten berücksichtigen, dass sie möglicherweise nicht vor Ablauf der Vertragslaufzeit über das angelegte Kapital bzw. den Gegenwert einer Vermögensanlage verfügen können. Zudem ist eine rechtsgeschäftliche Verfügung über die Vermögensanlagen (z. B. Verkauf) im Regelfall vertraglich eingeschränkt und nur mit Zustimmung eines Emittenten zulässig. Mithin können Anleger nicht frei über eine Vermögensanlage verfügen. Zudem besteht für die auf der Plattform angebotenen Vermögensanlagen derzeit weder ein Handelsplatz, noch ein liquidier Zweitmarkt und damit keine Möglichkeit für den Anleger, die Vermögensanlagen jederzeit zu marktgerechten Preisen verkaufen zu können. Vielmehr besteht das Risiko, dass kein feststellbarer Marktpreis und keine jederzeitige Wiederverkäuflichkeit besteht. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Veräußerung einer Vermögensanlage möglicherweise nicht oder nur mit finanziellen Einbußen möglich ist. Ein Anleger erleidet einen Verlust, wenn er eine Vermögensanlage zu einem Betrag veräußert, welcher unterhalb des in die Anschaffung investierten Betrags liegt.

Risiken im Zusammenhang mit einem qualifizierten Rangrücktritt und einer vorinsolvenzlichen Durchsetzungssperre

Die auf der Plattform angebotenen Vermögensanlagen sehen im Regelfall einen qualifizierten Rangrücktritt mit einer vorinsolvenzlichen Durchsetzungssperre vor. In diesem Fall ist die Geltendmachung von Forderungen eines Anlegers (z. B. Zins- und Rückzahlungsansprüche) vertraglich ausgeschlossen, solange und soweit ein Insolvenzeröffnungsgrund im Sinne des § 16 der Insolvenzordnung, mithin eine Zahlungsfähigkeit, drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung im Sinne der Insolvenzordnung beim jeweiligen Emittenten vorliegt oder durch die Geltendmachung der Nachrangforderungen ein Grund für die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Emittenten herbeigeführt würde. Im Falle eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Emittenten sowie im Falle dessen Liquidation werden die Forderungen des Investors nur nachrangig, d.h. nach Befriedigung aller nicht-nachrangigen Gläubiger, bedient. Die Rangtiefe hängt dabei von der vertraglichen Vereinbarung ab. Anleger sind damit dem Risiko einer Überschuldung oder (drohenden) Zahlungsunfähigkeit des Emittenten ausgesetzt. Das dauerhafte Vorliegen der Voraussetzungen des qualifizierten Rangrücktritts und der vorinsolvenzlichen Durchsetzungssperre sowie die Insolvenz eines Emittenten können damit zum vollständigen Verlust des investierten Kapitals sowie nicht ausgeschütteter Gewinnanteile führen (siehe Totalverlustrisiko).

Keine Einlagensicherung

Für die auf der Plattform angebotenen Vermögensanlagen besteht weder ein Garantiefonds oder eine andere Entschädigungsregelung, noch findet eine Einlagensicherung durch einen Einlagensicherungs- bzw. Garantiefonds oder eine vergleichbare Einrichtung statt. Insoweit besteht kein Einlagensicherungssystem, welches Anlegern Entschädigungsansprüche gewähren und vor einem Totalverlustrisiko schützen würde.

Aufsichtsrechtliche Risiken

Es besteht das Risiko, dass sich die Tätigkeit eines Emittenten einschließlich der Ausgabe der Vermögensanlagen als erlaubnispflichtig darstellt oder erlaubnispflichtig wird. In diesem Fall kann die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Maßnahmen ergreifen und insbesondere die Rückabwicklung der Geschäfte anordnen. Eine Erlaubnispflicht oder die Rechtsfolgen von Verstößen gegen eine Erlaubnispflicht hätten wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Emittenten.

Einzelfallbezogene Risiken

In Abhängigkeit von der jeweiligen Vermögensanlage und dem jeweiligen Emittenten können im Einzelfall weitere Risiken bestehen, die sich auf die Werthaltigkeit einer Vermögensanlage sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des jeweiligen Emittenten erheblich nachteilig auswirken und seine Fähigkeit zur Leistung von Zahlungen beeinträchtigen können. Im Hinblick auf solche und weitere Risiken wird auf die jeweiligen Angebotsunterlagen verwiesen. Anleger sollten die dort dargestellten Risiken und weiteren Informationen sorgfältig lesen und bei ihrer Anlageentscheidung berücksichtigen.

bhp