Das Innovestment Vertrags(kunst)werk
Von Grund auf einfach

Uns ist wichtig, dass Sie genau verstehen, was Sie unterschreiben, welche Konditionen Sie eingehen und welche Risiken dabei bestehen. Deshalb haben wir unser Vertragswerk kompakt und verständlich gehalten. Dabei folgen wir dem Motto „So ausführlich wie nötig, so einfach wie möglich“.

Für alle Projekte gilt ein Standardvertragswerk. Das bedeutet für Sie, dass Sie alles nur ein Mal studieren müssen oder bei Bedarf mit Ihrer anwaltlichen oder steuerlichen Beratung durchgehen können. Für alle kommenden Projekte reicht es dann also aus, dass Sie die Eckdaten kennen, die Risikohinweise lesen und auf Basis der Ihnen vorliegenden Informationen entscheiden, ob und wie viel Sie anlegen möchten. Das macht nun einmal entschieden mehr Spaß als ellenlange Verträge immer wieder zu prüfen.

In dieser  „Vertragskunstwerk-Reihe“ stellen wir Ihnen die einzelnen Komponenten Schritt für Schritt vor. Sie werden sehen: Viele Teile wiederholen sich über die unterschiedlichen Vertragskomponenten hinweg. Lästig, aber leider unerlässlich.

Hintergrund:

Als Plattform fungieren wir als „Ausbalancierer“ zwischen den AnlegerInnen und den Unternehmen, die Kapital aufnehmen. Beide Vertragsparteien sind unsere KundInnen – deshalb haben wir den Anspruch, beiden einen ausbalancierten, transparenten Vertrag mit einer kompletten Übersicht über ihre jeweiligen Rechte und Pflichten zu bieten.

Unser Ziel: Die Entwicklung eines modernen, digital unterstützten Finanzinstruments, das sich ideal sowohl als Vermögensanlage als auch als Finanzierungsmöglichkeit eignet. Im Laufe der Jahre haben wir unterschiedliche Modelle  – sowohl für Eigenkapital als auch für Fremdkapital – ausgestaltet, entwickelt und erprobt. Die Entscheidung ist nun auf Nachrangdarlehen gefallen. Als hybrider, mezzaniner Kredit stellt er für Unternehmen ein zusätzliches Puzzleteil für ihre Finanzierung dar: Eine einfache, kostengünstige Variante, die eigenkapitalähnlich ausgestaltet und gut mit anderen Finanzierungskomponenten kombinierbar ist.

AnlegerInnen wiederum bieten unsere Nachrangdarlehen attraktive Zinsen bei überschaubaren Laufzeiten. Durch ihre unkomplizierte Ausgestaltung machen sie es ihnen einfach, das persönliche Portfolio um alternative Anlagen zu ergänzen.

Ihr Vertrag

Nach jeder Anlage erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail, an die die nachfolgend beschriebenen Dokumente Ihres individualisierten Vertrages sowie unsere Fernabsatzinformationen (Plattform) angehängt sind. Die Dokumente finden Sie nach erfolgreich abgeschlossener Zeichnung auch in Ihrem Anlagekonto.

Unsere Vertragspakete bestehen aus den folgenden Komponenten

Nachrangdarlehensvertrag

Der zehnseitige Nachrangdarlehensvertrag wird direkt zwischen dem zu finanzierenden Unternehmen und dem/der Anleger/in geschlossen und bildet die Grundlage für deren Geschäftsbeziehung. Ihm liegen die vier im Nachgang beschrieben Anlagen bei. Im Nachrangdarlehensvertrag finden sich alle Eckdaten. Er regelt außerdem alle Details zur Zahlungsabwicklung, zu den Zinsen, zur Laufzeit, Kündigung sowie weiterer Rechte und Pflichten. Auch die Übertragbarkeit wird hier festgelegt.

Anlage 1 - Fernabsatzinformationen

Fernabsatzinformationen zielen auf die Besonderheit ab, dass Vermögensanlagen auf Plattformen wie Innovestment nicht persönlich, sondern über “Fernkommunikationsmittel” geschlossen werden. In unserem Falle geht es konkret um den Abschluss von Nachrangdarlehensvertragen online bzw. per E-Mail (fernmündlich).

Das Papier umfasst allgemeine Informationen zu den DarlehensnehmerInnen, beispielsweise deren Adresse, Kontaktdaten und Beschreibung ihrer Geschäftstätigkeit. Ähnliche Daten sind auch für Innovestment noch einmal aufgeführt.

Außerdem wird der technische Ablauf beschrieben, der beim Zeichnungsprozess vor sich geht. Zu guter Letzt werden alle wesentlichen Merkmale der Vermögensanlage - ähnlich wie im Vermögensanlagen-Informationsblatt - noch einmal aufgeführt. Hinweise zum Widerrufsrecht und zur außergerichtlichen Streitschlichtung runden die Ausführungen ab.

Warum brauchen wir die Fernabsatzinformationen?

Durch die oben bereits beschriebene Besonderheit, dass die Kommunikation zwischen Ihnen und uns fernmündlich erfolgt, ergeben sich gemäß des deutschen Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuche, üblicherweise abgekürzt EGBGB, besondere Informationspflichten.

Anlage 2 - Anlegerinformationen

Mit 14 Seiten sind die Anlegerinformationen das mit Abstand längste Dokument unserer Vertragsunterlagen. Einige der Inhalte werden Sie auch in den anderen Verträgen wiederfinden, da die verschiedenen Anlagen unabhängig voneinander bestehen müssen.

Die Anlegerinformationen bestehen aus zwei Teilen: den „Allgemeinen Anlegerinformationen“ sowie den „Besonderen Anlegerinformationen”. Der allgemeine Teil enthält zunächst umfangreiche Informationen zu Innovestment - unsere Stammdaten, unsere Kostenstrukturen und Zahlungsmodalitäten. Außerdem wird festgehalten, dass Innovestment nicht berät und auch nicht prüft, ob AnlegerInnen das nötige Fachwissen für eine Vermögensanlage aufweisen (auch wenn wir im Registrierungsprozess dazu verpflichtet sind, Kenntnisse abzufragen).  Auch die Art der Prüfung der Projekte durch Innovestment wird aufgelistet. Einen großen Raum nimmt weiterhin die Auflistung der unterschiedlichen Risiken ein, darunter auch die Besonderheiten eines Nachrangdarlehens.

Der Teil der “Besonderen Anlegerinformationen” zielt dann direkt auf die von Ihnen angefragte oder bereits gezeichnete Vermögensanlage ab. Neben Angaben zum Emittenten, zum Zahlungsdienstleister und zu den Zielmärkten geht es hier auch noch einmal um spezielle Risiken in Bezug auf die Anlage.

Warum sind die Anlegerinformationen erforderlich?

Hier kommen gleich zwei Vorschriften ins Spiel: Zum einen die Gewerbeordnung (GewO), zum anderen die Finanzanlagenvermittlungsverordnung (FinVermV). Beide zusammen verpflichten uns dazu, Sie als AnlegerIn über diese Daten sowie über Vergutungen und Zuwendungen, Kosten und Nebenkosten sowie Risiken und Interessenkonflikte zu informieren.

Anlage 3 - Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB)

Das VIB fasst auf drei Seiten alle wesentlichen Eigenschaften zur Vermögensanlage zusammen. Die drei Seiten haben wir uns nicht ausgedacht, das Format wird vom Gesetzgeber vorgegeben und in deren Auftrag von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) genehmigt.

Die BaFin selber bezeichnet das VIB quasi als den „Beipackzettel“ der angebotenen Vermögensanlage. Eine gelungene Bezeichnung, denn die Kurzinformation fasst unter anderem die folgenden Punkte zusammen:

  • die Art und die genaue Bezeichnung der Vermögensanlage,
  • Anlagestrategie, Anlagepolitik und die Anlageobjekte,
  • Laufzeit und Kündigungsfrist,
  • Konditionen der Zins- und Rückzahlung,
  • die mit der Vermögensanlage verbundenen Risiken (in diesem Fall auch dem speziellen Fall der Nachrangdarlehen)
  • die Aussichten für die vertragsgemäße Zins- und Rückzahlung unter verschiedenen Marktbedingungen,
  • mit der Vermögensanlage verbundene Kosten und Provisionen

Warum ist das VIB erforderlich?

Die Pflicht zur Erstellung eines VIB ergibt sich aus § 13 Abs. 1 des Vermögensanlagengesetzes (VermAnlG). Danach muss der Emittent vor Beginn eines inländischen öffentlichen Angebotes einer Vermögensanlage ein VIB erstellen und bei der BaFin genehmigen lassen. Das VIB soll sowohl AnlegerInnen den Vergleich mit anderen Finanzanlagen erleichtern, als auch die Transparenz der angebotenen Vermögensanlage erhöhen. Es gilt als zivilrechtliches Haftungsdokument.

Anlage 4 - Datenschutzerklärung

In dem fünfseitigen Dokument kommen die Emittenten ihren Pflichten aus der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) nach. Sie werden darin beispielsweise darüber aufgeklärt, welche Daten die Emittenten von Ihnen erheben. Das sind üblicherweise persönliche Daten wie Ihr Name, Ihre Anschrift und Ihre E-Mail-Adresse. Weiterhin gehören auch Bank-, Auftrags- und Umsatzdaten dazu, beispielsweise Ihre Bank und IBAN sowie die Details zu den Verträgen, die Sie durch Ihre Anlage über Innovestment eingegangen sind. Außerdem erklären wir unter anderem, an wen sie weitergegeben werden (beispielsweise an unseren Zahlungsdienstleister Secupay, der als Treuhänder fungiert), wie lange Ihre Daten aufbewahrt und wie sie geschützt werden. Auch ein Hinweis zum Widerruf ist enthalten.

Warum erheben wir diese Daten?
Ohne diese personenbezogenen Daten sind wir bzw. der Emittent in der Regel nicht in der Lage, einen Vertrag mit Ihnen einzugehen oder auszuführen. Im Klartext: Wir benötigen Ihre E-Mail-Adresse, um mit Ihnen zu kommunizieren, und Ihre IBAN, um Ihre Zinsen auszahlen zu können.

bhp